Archiv vom Februar 2006

Aus Viva plus wird ein Comedykanal

Ich musste zuerst schmunzeln, als ich bei heise.de diese Überschrift gelesen habe. So bräuchte man ja nur das Senderlogo austauschen und schon hätte man seinen Comedykanal und das ganze ohne viel Aufwand.
Denn was man mittlerweile dort zusehen bekommt, kann nicht wirklich ernst gemeint sein. Den ganzen Tag sieht man dieses Popgedudel, ohne auch nur eine Sendung im Programm zu finden, die ansatzweise einen besonderen Charakter besitzt. Dazu gesellen sich dann die ewig nervenden Klingeltonwerbespots und zur abendlichen Stunde die wohl schon üblich gewordenen Quizsendungen. Gewürzt ist das Ganze dann noch mit einem zur Hälfte mit Laufbändern verschiedenster Farben, Größen und Laufgeschwindigkeiten gefüllten Bildschirm *schwindel*
Schade, welchen weg da Viva plus geht. Ich erinnere mich schweren Herzens an den Vorgänger Viva Zwei, der wohl letzte gute und innovative deutsche Musiksender…danke MTV *grmph*


DOM 2 – Atlanta

atlanta atlanta atlanta
Da bin ich also nun, in der DOM 2. Wie ich erwartet hatte, gab es die Strafpunkte aus dem letzten Rennen und ich musste somit absteigen. Es gab neue Gesichter, insgesamt weniger Fahrer und gleich zur Einstimmung frische Temperaturen. Nur knappe 46°F / 8°C waren auf dem Atlanta Motor Speedway vorzufinden. Da hieß es diesmal etwas tiefer ins Setup einzugreifen. Dies gelang mir recht ordentlich, so dass ich im Qualifying auf Platz zwei fahren konnte. Jetzt musste ich nur noch im Warmup einen kleinen Longrun fahren, um zu schauen, ob die Motortemperaturen passen und ob sich der Reifenverschleiß in Grenzen hällt. Mit guten Gewissen ging es dann ins Rennen.
Bereits in der ersten Kurve nach Start-Ziel wurde es brenzlig. Helge H. Gravemeyer, der zu dieser Zeit Führende, fuhr direkt vor mir in Turn 1 ein und verlor dabei sein Heck. Zum Glück kam ich daran gut vorbei, ohne dabei Schaden zu nehmen. So war mein erstes Etappenziel bereits erreicht, in Führung liegend die Pace bestimmen. Ich wusste, dass hier ein zu frühes Pushen, später mit kaputten Reifen und elend langsamen Rundenzeiten bestraft wird. So ließ ich dann auch einige Runden später meinen Hintermann passieren. Nun hatte ich einen guten Windschatten, und konnte meine Reifen schonen. Es kam dann auch tatsächlich der lange Greenstint, den ich für meine Taktik brauchte. Nach gut 30, am Stück, gefahrenen Runden setzte ich mich wieder an die Spitze des Feldes und konnte mit meinen etwas frischeren Reifen einen kleinen aber entscheidenden Abstand zu meinen Verfolgern rausfahren.
Mittlerweile war das Feld bis Platz zehn von mir überrundet und es standen die Boxenstopps an. Diesmal unter grün. Nach den letzten desaströsen Stopps ging diesmal alles glatt und ich konnte meine Führung danach weiter ausbauen. Mit gut sechs Sekunden Vorsprung auf meine Verfolger konnte ich nun nach belieben die Pace bestimmen und reifenschonend das Rennen nach Hause fahren.
atlanta atlanta atlanta
Dem sollte aber wiedereinmal nicht so sein. Eigentlich ein alltägliches Überholmanöver, tausendmal gemacht, Routine…denkste. Ich habe in dem Rennen Klaas Pollert schon einige Male überrundet, aber diesmal ging es schief. Ausgangs Turn4 verliert Klaas die Kontrolle über seinen Wagen und schlingert quer über die Fahrbahn. Ich konnte nicht mehr ausweichen und rauschte mit ordentlichem Überschuss und stehenden Rädern in sein Heck und prallte zu guter Letzt auch noch mit richtig Schmackes in die Wand. Folge, Karosserie verzogen, der Motor weint und die Reifen schreien nach Gummi. Ich mag jetzt gar nicht die ganzen Dinge sagen, die mir da durch den Kopf geschossen sind, schön waren die nicht.
Nach einem längeren Notstopp an der Box haben meine Mannen das Beste gegeben und den Wagen wieder fahrtauglich gemacht. Jetzt irgendwo an Platz neun liegend musste ich noch weitere 70 Runden überstehen. Mit dem Messer zwischen den Zähen, und hätte ich gewusst was nun folgen sollte hätte ich das Messer wieder in die Tasche zurückgesteckt, kamen grauenhafte Runden auf mich zu. Zuerst konnte Christian Heuer nicht mehr ausweichen, nachdem ich Ausgangs Turn 4 ziemlich heftig in die Mauer eingeschlagen bin und von jetzt auf gleich gute 20mph weniger machte und dann schoss ich Robert Schöffmann auch noch einigen Runden später vor Turn 3 ab. Ünbegreiflich, ich weiß nicht was mich da geritten hat, Vernunft kann es nicht gewesen sein.
Mit einer Runde Rückstand auf den Führenden, demolierten Auto, deutlich gedämpfter Stimmung und dem schlechten Gewissen wieder Strafpunkte zu bekommen schaue ich mit einem weinenden Auge zurück nach Atlanta. Es hätte so viel besser laufen können. Hätte, wäre, wenn, das Alles zählt aber nicht…


Neues White Stripes Video

white stripes denial twistWas haben das neue Musikvideo der White Stripes und der Film Eternal Sunshine of the Spotless Mind gemeinsam? Beide stammen aus der Feder des französischen Regisseurs Michel Gondry. Schaut man sich nun das Video zur neuen Single-Auskopplung der White Stripes “The Denial Twist” an, wird man unweigerlich an die Szenen mit Jim Carrey und seiner Gedankenauslöschung in dem Film Eternal Sunshine of the Spotless Mind erinnert. Wirkten die Bilder schon dort beeindruckend surreal so hat Michel Gondry diesmal das Ganze auf die Spitze getrieben. Das Musikvideo ist schräg, schräg, schräg und das im wortwörtlichen Sinne. Man ist ständig versucht, sich an irgendetwas zu orientieren, aber dem Auge wird am laufenden Band ein Streich gespielt. Für mich eines der besten Musikvideos der letzten Zeit.

Also, einfach mal reinschauen:
http://www.whitestripes.com/video/video.html


DOM 1 – Las Vegas

Las Vegas Las Vegas Las Vegas
Las Vegas, eine Strecke die ich noch nicht sehr häufig gefahren bin. Beim letzten Mal, in der DOM 2, lief es allerdings sehr gut. Platz eins ist dabei rumgekommen. Also machte ich mir zumindest über das Setup nicht viel Sorgen. Ein paar Runden im Practice brachten dann auch recht schnell wieder die Erinnerung an die Strecke zurück. Mir fehlte aber noch etwas an Geschwindigkeit, so wurde es nur ein 18. Platz im Qualifying. Allerdings wusste ich, dass das Setup recht stabil und auch bei einem langen Greenstint lange gut fahrbar bleibt.
Nach dem Rennen in North Carolina ging ich nun recht vorsichtig zu Werke, denn die 40 Strafpunkte haben mir überhaupt nicht gefallen. Ich hielt mich zu Beginn noch etwas zurück und konnte meine Reifen schonen. Die Spitze des Feldes konnte sich auch nicht wirklich absetzen und so fiel das Überholen nach einigen Runden bedeutend leichter. Da der erste Stint recht lang war, kam ich zeitweise bis auf Platz zwölf vor und konnte meine Position dort gut halten. Bis jetzt lief also alles wirklich gut für mich. Zwischenzeitlich hatten meine Teamkollegen Patrick Marx und Marcus Jirak allerdings weniger Glück. Beiden ereilte der Disco-Tod. Zwar konnten sie sich wieder verbinden, allerdings, das kann ich schonmal vorwegnehmen, war Marcus wohl in einen Unfall verwickelt und konnte das Rennen nicht beenden und Patrick schaffte es im Rennen nicht mehr sich zurückzurunden und überquerte mit drei Runden Rückstand die Ziellinie.
Quasi als böses Omen traf es mich einige Zeit selber. Zuerst verpatzte ich einen Boxenstopp gegen Rennmitte. Es wurden nur die rechten Reifen gewechselt und somit fehlte mir nach dem Restart einiges an Top-Speed. So musste ich bei der kurz darauf folgenden Gelbphase ein weiteres Mal an die Box, um alle Reifen wechseln zu lassen. Das sollte sich letztlich allerdings als recht hilfreich herausstellen. Denn ich und mein Teamkollge Martin Thiemt waren aus der Spitzengruppe die Einzigen, die nochmals die Reifen wechselten. Mit frisch aufgezogenen Reifen konnten wir in dem nun sehr langen Greenstint Platz um Platz gutmachen. Bis zu Beginn der nun folgenden Boxenstopps kam ich von Platz 22 bis auf Platz elf vor.
Nun sollte aber alles schiefgehen was auch nur schiefgehen kann. So kam ich bei der Anfahrt zur Boxengasse ins Trudeln und legte einen unfreiwilligen Slide in Richtung Rennstrecke hin. Wahrscheinlich war dies der Auslöser der Gelbphase, was aber für meine Teamkollegen nicht das Schlechteste war. Martin Thiemt war nun auf Platz eins vorgefahren und Sven Mitlehner noch in der Top 5. Für die Aktion werde ich aber sicher Strafpunkte bekommen.
Las Vegas Las Vegas Las Vegas
Nachdem ich also nun die Boxeneinfahrt verpasst hatte, fuhr ich in der nächsten Runden ein weiteres Mal rein. Jetzt war ich aber etwas zu schnell und fuhr zu Beginn der Boxengasse etwas über den Rasen. “You entered the pit unsafely!” *argh* “Go to the end of the longest line!” *doppel argh* Erstaunlicherweise kam ich nach dieser ganzen Aktion immernoch als Zehnter wieder auf die Strecke. Bei nun noch gut 15 zu fahrenden Runden also gar nicht mal schlecht. Aber das Pech haftete weiterhin an meinen Fersen. Nach dem Restart tat sich links eine Lücke auf. Die nutzte ich und kam auf Platz neun vor. Auf der Start-Ziel-Linie vor Turn 1 dann allerdings eine Harakiriaktion meinerseits. Ich muss wohl gepennt haben, zumindest verpasse ich auf der Innenlinie knapp den Bremspunkt und muss voll in die Eisen, dabei geht das Heck weg und mein nun stark verlangsamtes Fahrzeug wird von hinten angeschuppst. Ich rausche nun mit zwei anderen Fahrzeugen gen Mauer, schlage ein, drehe mich noch ein paar Mal und kann dann in Richtung Boxengasse humpeln.
Bei nun noch wenigen zu fahrenden Runden ging natürlich Nichts mehr. Ich beendete das Rennen auf Platz 15 mit kaputtem Auto und zahlreichen Strafpunkten. Mal schauen, ob ich mit dem Strafpunktekonto überhaupt noch nächste Woche in der DOM 1 fahren kann. Verdient hab ich es wohl nicht.


Portfolio Robert Neumann

Typ: Website

Auftraggeber: Robert Neumann
Status: offline, in Bearbeitung

Umfang: Layout, Strukturierung


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