Archiv vom Mai 2006

DOM 2 – Chicagoland


Heute fällt der Bericht etwas knapper aus. Dies hat eigentlich nur den Grund, dass kaum etwas passiert ist.
   Etwas Herausforderung verlangte das Wetter. Bei 60°F, bedecktem Himmel und leichtem Wind, war es gerade in den ersten Runden mit frischen Reifen recht rutschig, insbesondere Ausgangs Turn 4. Das hatte zur Folge, dass ich im Qualifying sehr schlecht von der Stelle kam und so nur knapp die Pole verfehlte. Allerdings machte mir das keine großen Sorgen, da insgesamt nur zwölf Fahrer zum Rennen in Illinois angetreten waren. mehr


Die Rache der Konservendose

Ansich nichts Besonderes und schon hunderte Male gemacht – ich möchte mein Brot mit Fisch aus der Dose belegen, in diesem Fall mit Ölsardinen. So nehme ich mir also die Dose zur Hand, lege meinen Zeigefinger in die Lasche, um dann schwungvoll die Dose zu öffnen und den Inhalt zu verschlingen. Dies sollte mir allerdings verwehrt sein…noch. Schon beim ersten zaghaften Ziehen an der Lasche ahnte ich Böses und genau dies trat ein…die Lasche riss vom Rest der Dose ab *schrei*
   Macht ja nix, wozu hat der Mensch denn den Dosenöffner erfunden. Da hatte ich aber nicht mit dem Einfallsreichtum der Konservendose gerechnet. Denn diese weigerte sich schlicht sich vom Dosenöffner öffnen zu lassen. Nach mehreren erfolglosen Versuchen und ölverschmierten Händen gab ich zähneknirschend auf. Es blieben nicht mehr, als einige wenige, nur millimeter größe, Löcher am Dosenrand.
   So leicht wollte ich mich aber nicht geschlagen geben. Getrieben vom Hunger und den stätig angestiegenen Appetit auf Ölsardinen machte ich mir Gedanken um an das kostbare Innere zu gelangen. Letztlich tat es ein Messer und ein Hammer als Treibmittel. So obsiegte der Mensch doch noch über die kleine Konservendose…Fortsetzung folgt in “Die Rache der Konservendose 2″


Kammerflimmer Kollektief – Absencen (2005)

Kammerflimmer Kollektief – Absencen

Das Kammerflimmer Kollektief stapft entschlossen ins Ungefähre. Seine selbstvergessenen Klanglandschaften bestehen vor allem aus elektroakustischer Perkussionsbasis und darauf herumirrenden Bläsern. Bisweilen erinnert das an den meditativen Worldjazz von Peter Michael Hamels Früh-70er-Band Between, doch das KK weiß noch jede Schläfrigkeit, die sich durch allzu großes Wohlgefühl einstellen könnte, mit gezielt anarchischen Dissonanzen zu verhindern.

www.kulturnews.de

Irgendwie habe ich nie so richtig Zugang zu Jazz, im Allgemeinen und im Besonderen schon gar nicht, gefunden. Dennoch hat mich das Kammerflimmer Kollektief in seinen Bann gezogen. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass ich eher ein Freund der elektronischen Sounds bin, und genau dies bietet die Gruppe von Musikern um den Karlsruher Multi-Instrumentalisten Thomas Weber. Eine Verquickung von klassichen Jazz-Instrumenten mit elektronischen Loops von analogen Synthesizern und bisweilen befremdlichen Geräuschen von digital manipulierten Instrumentalklängen – Das ganze vermischt in beeindruckenden Klangspielereien.
   Die einzelnen Tracks bieten einen interessanten Kontrast zueinander. So zerreißt es einem gegen Ende von “Shibboleth” förmlich das Gehör, um dann im folgenden “Nach dem Regen” einen angenehm beruhigenden Ausgleich zu schaffen. Sicherlich ist dies keine Musik für jedermann, einige werden sich bestimmt mit Grausen abwenden. Wer sich aber ein wenig für Jazz oder elektronische Musik interessiert, oder einfach mal etwas völlig anderes, abseits vom Mainstream, hören will, wird an der Musik des Kammerflimmer Kollektiefs sicher seine Freude haben.

Homepage – Kammerflimmer Kollektief
Hörprobe – Absencen


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