Kammerflimmer Kollektief – Absencen (2005)

Kammerflimmer Kollektief – Absencen

Das Kammerflimmer Kollektief stapft entschlossen ins Ungefähre. Seine selbstvergessenen Klanglandschaften bestehen vor allem aus elektroakustischer Perkussionsbasis und darauf herumirrenden Bläsern. Bisweilen erinnert das an den meditativen Worldjazz von Peter Michael Hamels Früh-70er-Band Between, doch das KK weiß noch jede Schläfrigkeit, die sich durch allzu großes Wohlgefühl einstellen könnte, mit gezielt anarchischen Dissonanzen zu verhindern.

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Irgendwie habe ich nie so richtig Zugang zu Jazz, im Allgemeinen und im Besonderen schon gar nicht, gefunden. Dennoch hat mich das Kammerflimmer Kollektief in seinen Bann gezogen. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass ich eher ein Freund der elektronischen Sounds bin, und genau dies bietet die Gruppe von Musikern um den Karlsruher Multi-Instrumentalisten Thomas Weber. Eine Verquickung von klassichen Jazz-Instrumenten mit elektronischen Loops von analogen Synthesizern und bisweilen befremdlichen Geräuschen von digital manipulierten Instrumentalklängen – Das ganze vermischt in beeindruckenden Klangspielereien.
   Die einzelnen Tracks bieten einen interessanten Kontrast zueinander. So zerreißt es einem gegen Ende von „Shibboleth“ förmlich das Gehör, um dann im folgenden „Nach dem Regen“ einen angenehm beruhigenden Ausgleich zu schaffen. Sicherlich ist dies keine Musik für jedermann, einige werden sich bestimmt mit Grausen abwenden. Wer sich aber ein wenig für Jazz oder elektronische Musik interessiert, oder einfach mal etwas völlig anderes, abseits vom Mainstream, hören will, wird an der Musik des Kammerflimmer Kollektiefs sicher seine Freude haben.

Homepage – Kammerflimmer Kollektief
Hörprobe – Absencen

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