Archiv vom Juni 2006
DOM 1 – Watkins Glen

Das letzte Rennen vor der Sommerpause, in Watkins Glen, auf einem der beiden einzigen Straßenkurse, wieder in der DOM 1 und das ganze bei strahlenden 83°F Außentemperatur- was will man mehr.
Im Practice begann das übliche Prozedere – Setup für’s Qualifying finden und sich nochmal mit der Strecke vertraut machen. In Glen fühlte ich mich gleich wieder wohl, denn Roadcourses machen mir noch immer exttrem viel Spaß und ganz besonders mit diesen zwei Tonnen schweren Monstern. Das Quali beendete ich auf einem nicht optimalen aber dennoch guten neunten Platz. Somit war ich für das Rennen gut gewappnet. mehr
DOM 2 – Indianapolis

Diesmal mache ich es kurz und knapp – und um es auf den Punkt zu bringen, in knapp zwei Stunden, hatte ich beim Simracing selten solche Hochs und Tiefs der Gefühlswelt erlebt.
Leider werden es in der DOM 2 immer weniger Fahrer die teilnehmen. Evtl. liegt es am warmen Wetter oder der zur Zeit laufenden Fußballweltmeisterschaft, aber hoffentlich ändert sich das wieder mit den Teilnehmerzahlen. So fanden sich dann nur acht Fahrer in Indianpolis ein, um bei 80°F, leichtem Südwind die 96 Runden zu absolvieren. Da es hier wenig Sinn machte, das Practice für eine Setupfindung für das Qualifying zu verbringen, nutze ich die Zeit, um mich mit einem neuen Setup für’s Rennen vertraut zu machen. Dieses ging viel besser als mein altes und so machte ich mir keine großen Sorgen, am Ende des Rennens, nicht unter die Top 5 ins Ziel zu kommen. mehr
Oldboy (Chan-wook Park, Südkorea 2003)
Mal wieder eine positive Überraschung aus dem fernen Asien. Der südkoreanischen Regisseur Chan-wook Park hat mit Oldboy einen rundum gelungenen Film geschaffen. Eine packende Story mit nachdenklichen Ende, überragende Schauspieler, einprägsame Bilder, auch durch die tollen Kulissen bedingt, und ein atmosphärischer Soundtrack greifen hier Zahn in Zahn ineinander und ergeben ein großes Ganzes.
Schon die Ausgangssituation verheißt ein nicht alltägliches Kinoerlebnis: Der Familienvater Oh Dae-su wird entführt und in ein Zimmer gesperrt. Man versorgt ihn mit Essen und Kleidung, doch niemand spricht mit ihm. 15 Jahre lang wird er gefangen gehalten, ohne zu wissen, wer ihn aus welchem Grund derart bestraft. Aus dem Fernsehen erfährt er vom Tod seiner Frau, und dass er wegen Mordes an ihr gesucht wird. Als er eines Tages in Freiheit erwacht, weiß er längst, dass es für ihn keine Rückkehr zur Normalität mehr geben wird. Oh Dae-su will nur noch seinen Peiniger finden und sich für sein zerstörtes Leben rächen.
Dabei geht es teils heftigst zur Sache und es brennen sich unweigerlich so einige unvergessliche Bilder ins Gedächtnis. Aber nicht nur audiovisuell beeindruckt der Film, sondern auch die Story beschäftigt einen noch nach dem Ende. So setzt sich der Film mit dem oft behandelten Thema der Rache und dessen Motivation und daraus resultierenden Konsequenzen auseinander. Diesen Film auf alle Fälle anschauen und sich selbst ein Urteil bilden. Und ich werde mir derweilen die beiden Filme Sympathy for Mr. Vengeance und Sympathy for Lady Venegance von Chan-wook Park zu Gemüte führen.
Sammeln Sie Punkte?

Das Editorial aus der aktuellen c’t spricht mir quasi aus der Seele. Schon lange finde ich diese Fragen mehr als lästig – Haben Sie eine Kundenkarte? Möchten Sie die Punkte sammeln? Und so recht mag sich mir der Sinn der ganzen Veranstaltung nicht erschließen.
Einzig dem Sammeln von Kundendaten und dem daraus resultierenden Erstellen von Kundenprofilen mit detaillierten Kaufverhalten scheint das Ganze zu dienen. Und letztlich zahlt der Kunde, trotz vermeintlicher Rabatte, die neuen Marketingstrategien, die durch höhere Produktpreise finanziert werden müssen. Denn geschenkt gibt es Nichts, auch wenn die Werbung es noch so stark zu suggerieren versucht.
Editorial aus c’t 13/2006: http://www.heise.de/ct/06/13/003/
DOM 1 – Pocono

Einmal mußte ich nun aussetzen und konnte leider nicht schon letzte Woche wieder in der DOM 1 fahren. So gab ich mein kleines Stelldichein auf dem Pocono Racetrack. Mit Sicherheit keine Lieblingsstrecke von mir. Ich kann mich zumindest nicht mehr erinnern, wann ich das letzte Mal mit heilem Auto ins Ziel gekommen bin.
Im Qualifying hatte ich wenig Zeit, um am Setup genauere Einstellungen zu machen. So änderte ich nur das Nötigste und konnte im Practice auch noch gut mithalten. Im Qualifying selber ging’s dann ziemlich heftig zur Sache. Bereits nach Turn 2, meiner ersten gezeiteten Runde, ging mir der Motor hoch – ohne Vorwarnung oder ungewöhnlichen Temperaturen. So konnte ich nur noch über die Start-Ziel-Gerade rollen und beendete das Quali mit einer nicht nennenswerten Zeit. Somit startete ich im Rennen von ganz hinten. mehr
El Maquinista (Brad Anderson, Spanien 2004)
Unter dem internationalen Titel The Machinist sicherlich besser bekannt, die spanische Produktion von Regisseur Brad Anderson, mit einem beeindruckenden Christian Bale, der hier einen bisweilen unglaublich erschreckenden Blick auf seinen abgemagerten Körper gestattet. Er, Trevor Reznik, der an einer Maschine in einem Industriebetrieb tätig ist, leidet seit einem Jahr unter permanenter Schlaflosigkeit. Seelisch und körperlich am Ende, begeht er seinen Alltag mit Arbeit, nächtlichen Besuchen in einem Café am Flughafen und gelegentlichen Amüsements bei einer Prostituierten.
Mit dem Entdecken von seltsamen Notizen in seiner Wohnung, wird nun die Paranoia von Trezor immer deutlicher. Unterstützt wird das Ganze von kalten, farblosen Bildern und einer beklemmenden Atmosphäre die teilweise an Werke von David Fincher erinnert. Zu Beginn noch unwillkürlich mit immer neuen Rätseln konfrontiert, wird dem Zuschauer am Ende die Lösung präsentiert und alle Puzzleteile ergeben einen Sinn.
El Maquinista ist wie eine ausgewogene Mischung aus Mulholland Dr., Memento und Fight Club. Die gesamte Spielzeit über, fesselt die Story ohne dabei dem aufmerksamen Zuschauer eine vorzeitige Lösung aufzuzeigen.
Human Nature (Michel Gondry, USA 2001)
Meine erste Begegnung, mit dem Drehbuchautor Charlie Kaufman, hatte ich in dem Film Being John Malkovich. Seither bin ich einfach fasziniert von seinen eigenartigen Charakteren und den absurden Geschichten. Nach dem Spitzenfilm Eternal Sunshine of the Spotless Mind, wo Kaufman und Michel Gondry wieder zusammenarbeiteten, war Human Nature nun mehr oder weniger Pflichtprogramm.
Und ich ich wurde nicht enttäuscht. Typisch Kaufman gab es eine schräge Story mit teils abstrusen Entwicklungen und vielen witzigen Momenten. Umgesetzt und in tolle Bilder verpackt, wurde das Ganze von Michel Gondry und mit den sehr guten schauspielerischen Leistungen von Tim Robbins, Rhys Ifans, Miranda Otto und der sehr behaarten Patricia Arquette gewürzt. Letztlich ist es zwar keine must-see Komödie, aber für Charlie Kaufman Liebhaber sicherlich eine dicke Empfehlung.











