DOM – North Carolina

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Der Tag konnte ansich nicht besser werden, denn im Halbfinale haben es die Deutschen doch tatsächlich geschafft die Franzosen in einem spannenden Handball-Krimi zu besiegen. Somit steht die deutsche Mannschaft, wie schon vor vier Jahren, im Finale der Handball-Weltmeisterschaft und diesmal sind die Chancen sehr gut auf den Meistertitel. Also, wie gesagt, eigentlich konnte der Tag nicht besser werden, aber es sollte nun noch das zweite Rennen in der Deutschen Online Meisterschaft 2007 zu bestreiten sein.
   Zum ersten Mal war für mich das eigene Blog ganz hilfreich, denn ich ahnte schon die Schwierigkeiten die mich hier in North Carolina erwarten würden. Verschärft wurde das ganze durch das eher hinderliche Wetter. Mit 40°F und bewölktem Himmel war das Rennen alles andere als leicht zu bewältigen. So nutzte ich auch fast die komplette Zeit des Practice zum Testen des Setups für etwaige Longruns. Wirklich glücklich war ich bis zum Schluss nicht mit den Einstellungen am Wagen, aber zu ändern war es leider nicht. Im Qualifying fuhr ich auf einen nicht sehr guten aber soliden 13. Platz. Somit war das erste Ziel erreicht zu Rennbeginn unter den Top 20 zu sein. Übrigens, der Neuling Richard Towler hat Volker Hackmann nun schon das zweite Mal in Folge die Pole vor der Nase weggeschnappt. Da haben sich Wilke und Hackmann wohl schon was bei gedacht, den Jungspund gleich mit in ihr Team zu holen.
   Es geht also los und die Motoren heulen auf, als die Grüne Flagge geschwenkt wird. Nun folgen zahlreiche Gelbphasen, bei denen ich aber zu keinem Zeitpunkt in Gefahr war mein Fahrzeug zu beschädigen. Mittlerweile fuhr ich beständig in der Top 10 und hatte halbwegs Ruhe nach hinten hin. Der erste, für mich relevante, Zwischenfall ereignete sich in Runde 140. Wieder einmal drehten sich mehrere Autos in Turn 4 und ein Ausweichen war nicht mehr möglich. Matthias Bayer stand wohl etwas früher auf der Bremse, um eine Kollision zu vermeiden und so stieß ich bei ihm kurz am Heck an und wir drehten uns. Dabei schlug ich in die Mauer ein und beim zurückrollen auf die Strecke gab es nochmal einen ordentlich Stoß vom nachfolgenden Verkehr. Damit war an eine Top 10 Platzierung nicht mehr zu denke, so dachte ich zumindest zu diesem Zeitpunkt. Ich fuhr dann erstmal an die Box, um die nötigsten Reparaturen durchführen zu lassen. Als die Jungs von der Boxencrew dabei den Motor abstellen mussten, war mir sofort klar, um Positionen kämpfen, das geht nun nicht mehr.
   Lange 100 Runden musste ich jetzt noch irgendwie überstehen und versuchen zumindest in der Leadlap zu bleiben. Dies war, neben dem Raushalten aus allen weiteren Unfällen, nun mein wichtigstes Ziel in diesem Rennen. Glücklicherweise war der Großteil des Feldes schon überrundet und so hatte ich nach hinten viel Luft und konnte, auf Platz 15 liegend, dennoch gut mitschwimmen. Es hatte sogar einen entscheidenen Vorteil nun mit weniger Motorleistung unterwegs zu sein. Denn der lästige Effekt des starken und schwer zu beherrschenden Übersteuerns ausgangs Turn 2 war nun sehr marginal geworden. Zwar fehlte mir auf den Geraden etwas am nötigen Vortrieb, dies konnte ich aber durch ein besseres Kurvenverhalten ausgleichen. Ich war nun sehr verwundert, als ich mich einige Gelbphasen und viele Runden später auf einmal in der Top 10 wiederfand. Dies hätte ich mir sogar zu Beginn des Rennens nicht vorstellen können, da gerade bei Longruns mein Setup sehr auf Kosten der Reifen geht und ich dann kaum Gegenwehr hätte leisten können. Da spielten die vielen Unterbrechungen eine wichtige Rolle, dass ich jetzt doch noch mit an der Spitze fahren konnte.
   Spannend wurde es nochmal in den letzten 30 Runden. Es sollte ein kleiner Longrun folgen und so machten mir die Reifen doch wieder etwas Sorgen. Aber von hinten gab es keine Angriffe und ich konnte dem vor mir fahrenden Matthias Bayer gut folgen. Nun, beim letzten Restart, eine Runde vor Schluss, kam Matthias Bayer überaus schlecht weg und ich überholte ihn noch auf der Frontstretch. Irgendwie hatte ich dabei ein schlechtes Gewissen. Zum einen gab ich ihm bei dem Unfall in Runde 140 einen kleinen Schubser und nutzte nun schamlos seine kleine Unachtsamkeit beim Restart aus. So wollte ich ihn vor Überquerung der Start-Ziel-Linie wieder vorbei lassen. Ich bremste kurz vorher, damit er vorbei rollen konnte. Aber Matthias tat es mir gleich und bremste ebenfalls. Damit beendete ich als Achter das Rennen. Kaum zu fassen, mit diesem beschädigten Wagen doch noch so weit nach vorn gefahren zu sein. Damit hat der Tag einen würdigen Abschluss gefunden und ich habe mit ein wenig Stolz die Rennstrecke verlassen. So ein Gefühl hatte ich schon lange nicht mehr, schön.

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