DOM – Lowe's Night

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Das zweite Mal geht es also diese Woche auf den Lowe’s Motor Speedway. Und ich bin mit einem sehr guten Gefühl hier angetreten. Bisher sieht meine Bilanz sehr ordentlich auf dieser Strecke aus. Eine der wenigen Strecken, auf der ich mich wirklich wohl fühle und ganz vorne mit der Spitze mithalten kann. Im Practice führte ich letzte Anpassungen am Setup, für die 60°F und den leichten Wind, durch und fuhr nochmal einen Longrun. Danach war soweit alles klar für ein paar Hotlaps zum Üben für das Qualifying. Im selbigen lief es nicht ganz so rund, wie ich es mir gerne gewünscht hätte. Die beiden Runden waren nicht optimal aber dennoch konnte ich einen siebenten Startplatz herausfahren. So stand ich zumindest schonmal weit vorne auf der inneren Linie.
   Schon beim Start kann ich zwei Plätze gutmachen, nachdem vor mir einige Fahrer noch mit dem Handling ihrer Wagen kämpfen. Wenig später gibt es einen Restart. Vor mir kommt Andy Wilke sehr schlecht weg und dreht sich beinahe ins Infield. Ich nutze die Gelegenheit und ziehe außen an ihm vorbei. Es tut gut auch Größen wie einen Andy Wilke mal Fehler machen zu sehen. Mittlerweile fuhr ich auf Platz drei. Direkt hinter Stefan Lippert und dem Führenden Volker Hackmann. Dies ging nun einige Runden so. Im Dreierpack konnten wir uns schnell vom restlichen Feld absetzen und gingen ein ordentliches Tempo an der Spitze – genau richtig für mich. Nach der nächsten Rennunterbrechung verpasse ich leicht meine Box. Ich muss kurz zurücksetzen und verliere dadurch einen Platz an Matthias Bayer. Jetztauf Platz fünf fahrend nehme ich den Restart in Angriff. Matthias Bayer flüstert mir noch kurz vorher zu, dass er keinen zweiten Gang mehr hat und ich fahre besonders vorsichtig bei Schwenken der Grünen Flagge los, schaue aber trotzdem nach einer günstigen Gelegenheit zum Überholen.
   Die ergibt sich leider nicht, da Matthias doch recht gut wegkommt und auf der inneren Linie noch Überrundete unterwegs sind. Kurz darauf wieder eine Rennunterbrechung. Bei diesem Restart kann ich die Schwäche von Matthias Bayer ausnutzen. Beim Restart kommt er sehr schlecht weg und ich ziehe innen an ihm vorbei. Jetzt muss ich noch einen vor mir fahrenden Lapper überholen und versuche Anschluss an Volker Hackmann und Stefan Lippert zu halten. Die knappen 1,5 Sekunden Abstand kann ich nach drei Runden zufahren und bin jetzt wieder vorne mit dabei. Dies geht jetzt eine Weile so. Irgendwann dann aber wieder eine Gelbphase.
   Und wieder ein Patzer beim Pitten. Es fehlen einige Zentimeter damit meine Crew mit den Arbeiten beginnt. Ich korrigiere und dann werden die Reifen endlich gewechselt. Dadurch verliere ich zwei Plätze. Matthias Bayer und Andy Wilke rutschen an mir vorbei. Vor mir trifft es Stefan Lippert aber noch schlimmer. Er ist zu schnell in der Boxengasse unterwegs und muss sich beim Restart hinten anstellen. Dadurch mache ich wieder einen Platz gut. Kurz nach dem Schwenken der Grünen Flagge nimmt das Feld wieder Fahrt auf und die Hatz beginnt aufs Neue. Diesmal kann ich regulär an Bayer vorbeiziehen und bin jetzt direkt hinter Wilke. Im Dreierpack fahren wir dem restlichen Feld davon. Irgendwie hatte ich zu diesem Zeitpunkt das Gefühl, dass Andy Wilke nicht wirklich lange dem Tempo standhalten konnte und nutze die Chance an ihm auf der Backstraight vorbeizugehen. Und kaum war dies getan gab es auch schon die nächste Rennunterbrechung. Das hatte schonmal sehr gut hingehauen. Also ab in die Box und Reifen gewechselt.
   Obwohl bei diesem Boxenstopp alles glatt lief, kam Andy Wilke mit einer halben Wagenlänge Vorsprung zuerst über die Linie der Boxenausfahrt und ich verlor wieder den zweiten Platz. Beim Restart gab es aber einen weiteren Fahrfehler von Andy Wilke. Quasi ein Déjà-vu ereilte mich, als Andy wieder beim Restart den Wagen verlor und gen Infield rutschte. Ich zog gemütlich vorbei und hängte mich ans Heck von Volker Hackmann. So konnten wir, Volker und ich, uns erneut vom restlichen Feld absetzen. Zwar konnte ich zu diesem Zeitpunkt gut Anschluss halten, wusste aber auch, dass ein Überholen nur möglich wäre, wenn Volker einen Fehler machen würde. Ich blieb also brav im Windschatten und schonte meine Reifen. Dies klappte sehr gut und wir schlossen nach einigen Runden bereits auf die ersten zu Überrundenden auf.
   Aber noch bevor wir diese erreichten gab es eine erneute Gelbphase gut 60 Runden vor Schluss. Also wieder rein Benzin getankt, Reifen gewechselt und Position behalten – erfreulich. Es folgte nur ein kurzer Grennstint von kanpp zehn Runden. Nun würde nach einem weiteren Boxenstopp das Benzin für das restliche Rennen reichen und es gingen nochmals alle an die Box. Nun waren noch 53 Runden zu fahren und im Doppelpack flogen ich und Volker dem Feld davon. Was ich mir nun wünschte sollte endlich mal eintreten. Ein Longrun bis zum Ziel, ohne Rennunterbrechung. Wie gesagt, die einzige Gelegenheit sah Volker bei einem Fehler zu überholen. Also blieb ich in seinem Windschatten und fuhr so gut es ging reifenschonend und eine saubere Linie.
   Dies ging alles sehr gut. Bei noch knapp 20 zu fahrenden Runden liefen wir so langsam wieder auf Lapper auf. Bei den ersten kam ich noch sehr gut vorbei und konnte weiterhin Anschluss an Volker halten. Ich merkte aber schon, dass Volker wohl knappe 0,1 Sekunden schneller fahren konnte. Würde ich also einmal aus seinem Windschatten rausfallen, dann könnte ich nicht mehr an seinem Heck bleiben. Und dann klappte leider auch eine der Überrundungen nicht so wie ich es mir vorstellte. Vor mir kämpfte Christian Heuer noch um Plätze und machte dabei eine für mich notwendige Lücke zu. Ich musste knappe zwei Runden mit dem Überholen warten und Volker Hackmann hatte bereits knappe zwei Sekunden Vorsprung. Diesen würde ich nun nicht mehr wett machen können. Also nahm ich etwas Tempo raus und fuhr den zweiten Platz nur noch nach Hause.
   Letztlich ist Volker Hackmann mit knappen fünf Sekunden Vorsprung über die Ziellinie gefahren und ich beendete das Rennen mit einem sehr guten zweiten Platz. Ansich konnte ich heute nicht mehr herausfahren. Ohne Fehler ist ein Hackmann, zumindest für mich, nicht zu schlagen und viele Favoriten haben sich heute selbst eliminiert. Da wären Andy Wilke, der zweimal den Restart verpatzt hat, Matthias Bayer, dem am Ende zwei Gänge fehlen und der auch einen Restart suboptimal durchführte und der Sieger des GNOS-Rennes, Conrad Wegener, den wohl ein Disconnect am Ende des Rennens ereilte. Ohne die zwei verpatzten Boxenstopps wäre das Rennen für mich heute ideal gewesen. Keine Fehler gemacht, immer die richtige Strategie verfolgt und endlich mal einem Volker Hackmann im Rennen auf die Finger geschaut. Und jetzt kann ich mich höchstwahrscheinlich wieder auf Zweikämpfe im Mittelfeld einstellen, dann da sehe ich mich auf den nächsten Strecken.

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