GNOS – Richmond Night

        
Ohne große Pläne kam ich an die Rennstrecke in Richmond. Bei einbrechender Dunkelheit drehte ich meine ersten Runden im Practice. Schnell war das passende Setup gefunden, meine Zeiten purzelten nach unten und ich bewegte mich knapp hinter der Top 5. Im Qualifying setzte ich meine mögliche Bestzeit allerdings nicht um und konnte nur den 11. Startplatz herausfahren. Dennoch startete ich recht optimistisch ins Rennen, denn insgesamt gingen nur 20 Fahrer an den Start.

Ich wusste von Beginn an, dass die 200 Runden ziemlich schlauchen würden. Dies lag an mehreren Dingen. Zum einen war das Rennsetup zwar sehr stabil und gutmütig, doch zerrte es unglaublich stark am Lenkrad. Bereits nach 20 Runden bemerkte ich leichte Ermüdungserscheinungen im rechten Oberarm. Zu allem Überfluss sollte es bis auf eine Gelbphase in Runde 13 die nächsten 160 Runden grün bleiben. So konnte ich mich im ersten Renndrittel zwar bis in die Top 5 vorarbeiten, war aber zu jeder Zeit von ebenbürtigen Gegnern umgeben und das kontinuierliche Fahren ging enorm auf die Arme.

In Runde 85 konnte ich die Verfolgergruppe um Thorsten Schulz nicht länger hinter mir halten und musste ihn und seine Verfolger nach einem kleinen Fahrfehler ausgangs Turn 2 auf der Backstraight ziehen lassen. Doch leider ging das Überholmanöver mit Thorsten nicht ganz optimal über die Bühne. So kam Thorsten eingangs Turn 3 weit nach oben und berührte mich dabei leicht am vorderen Kotflügel. Dies reichte aber aus, um meinen Wagen gen Mauer zu schicken. Zwar konnte ich größeren Schaden und eine Gelbphase verhindern, verlor aber bitter nötigen Gummi meiner Pneus. Ich versuchte Anschluss zu halten, musste aber nach einem Beinaheausrutscher in Turn 1 den Versuch abbrechen. Bis zu meinem Boxenstopp in 98 verlor ich weitere wichtige Sekunden, die sich noch weiter aussummierten, als ich meinen Boxenplatz nicht sofort traf.

Zwar konnte ich nach dem Sortieren des Feldes und dessen ganzen Boxenstopps unter Grün wieder eine Position in der Top 10 einnehmen, patzte aber diesmal ausgangs Turn 4, als ich beim Rausbeschleunigen fast den Wagen verlor und mich nur noch durch eine Notbremsung retten konnte. Danach verlor ich eine gute halbe Sekunde pro Runde auf das restliche Feld und von hinten stürmte auch schon der führende Matthias Bayer heran. In Runde 160 musste ich dann die Führungsgruppe passieren lassen und die hinter mir fahrenden Kuyumji und Jonke konnte ich ebenfalls nicht länger aufhalten.

Die erlösende Gelbphase gab es dann in Runde 170, bei der ich mich fast noch hätte zurückrunden können. Doch dazu fehlten mir am Ende nur wenige Meter. Etwas zerknirscht fuhr ich unter Gelb an die Box, wechselte ein letztes Mal die Reifen und ließ meine mittlerweile doch stark demolierte Karosserie soweit es ging richten. Auf Position 11 versuchte ich nach dem Restart noch einige Plätze gut zu machen, doch scheiterte ich kurz darauf an Thomas Nolden, der sich recht breit machte. Dabei schlüpfte Andreas Kröger innen durch und ich versuchte auf dem 12. Platz dran zu bleiben.

Da hinter mir aber noch Fahrzeuge aus der Führungsrunde waren, ließ ich diese zunächst vorbei und hing mich dann an dieses Grüppchen. Doch meine allerletzten Hoffnungen auf eine Top 10-Platzierung wurden 15 Runden vor Schluss zunichte gemacht, als Gabriel Stöhr ausgangs Turn 4 fast seinen Wagen verlor und ich ein heikles Ausweichmanöver starten musste, welches mich wieder einmal knackig in die Mauer schickte. Danach war ich nur noch Zuschauer und rollte dem Feld hinterher. Mit viel Glück erbte ich am Ende noch den 11. Platz, nachdem Florian Kirchhofers Internetverbindung streikte. Aber immerhin straffrei und wieder ein schönes grünes Rennen gehabt. Das ist ja auch mal ganz nett.

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