ITFS 2012 – Internationaler Wettbewerb 1

Nachdem ich ja gestern keine Tickets mehr für den Internationalen Wettbewerb bekommen habe, musste also heute Vormittag die Wiederholung herhalten. Ich war etwas spät dran, aber zum Glück hatte der Vorführer wohl ein Nachsehen für Spätaufsteher und so begann die Vorstellung erst 10 Minuten später und so konnte dann doch ab der ersten Minute an die ersten Wettbewerbsbeiträge begutachten.

Abuelas
R: Afarin Eghbal
Großbritannien 2011

Da ich selbst vor nicht allzu langer Zeit selbst in Argentinien war, habe ich wohl einen etwas anderen Bezug zu dem Film als jemand der noch nicht dort war. Mich hat zumindest die Geschichte es der Zeit der Militärdiktatur sehr bewegt. Die Stop-Motion Technik wirkte stimmig und unterstrich die Handlung. Emotional hätte der Film sicher nicht zugespitzter sein können, gerade um das Thema auch an die Leute heranzutragen, die sich mit der jüngeren Geschichte Argentiniens noch nicht auseinandergesetzt haben. (6/10)

Fata Morgana
R: Frodo Kuipers
Niederlande 2011

Einfach mal lustig sein. Das macht Fata Morgana sehr gut. Klassisch gezeichnet mit herrlich schrulligen Figuren und einer witzigen Geschichte. Das ganze noch schön kompakt in unter fünf Minuten Laufzeit verpackt, perfekt. Für die kleine Unterhaltung zwischendurch genau richtig. (7/10)

Prohveti Sünd
R: Rao Heidmets
Estland 2011

Am Anfang dachte ich ja da kommt noch was. Aber irgendwie war das eine heiles Durcheinander. Nur ansatzweise konnte sich mir der Sinn entschließen. Schade, denn optisch machte der Film einiges her. Vielleicht muss ich mir das einfach nochmal anschauen und mehr Durchblick zu erhalten. (5/10)

366 Tage
R: Johannes Friedrich Schiehsl
Deutschland 2011

Die Kreuzretter hat mir damals der Film Komm süßer Tod näher gebracht. Mit ähnlich schwarzem Humor schlägt 366 Tage eine ganz ähnliche Richtung ein. Inhaltlich unterscheiden sich dann beide Filme aber bis das die Umgebung Sanitäter doch ganz deutlich. In dem schön animierten 366 Tage geht es mehr um den Willen zu helfen und sich dabei aber nicht bis zum eigenen K.O. Völlig zu verausgaben. Sehr behutsam transportiert dies die Geschichte und spart dabei nicht mit Witz und Charme. (7/10)

Zeinik Gehaigo Iraun / Who Lasts Longer
R: Gregorio Muro
Spanien 2011

Für die Kinder ist es ein harmlosen Spiel, aus dem aber schnell bitterer Ernst wird. Ein Moment der das komplette Leben einer Familie für immer verändert. Anrührend erzählt Who Lasts Longer eine tragische Geschichte, die auch am Ende zu tiefst traurig den Zuschauer in seinem Sessel zurück lässt. (7/10)

Luminaris
R: Juan Pablo Zaramella
Argentinien 2011

Stop-Motion mit echten Schauspielern, sieht man selten aber hier interessant umgesetzt. Besonders das Spiel mit dem Licht ist schön anzuschauen. Die Story ansich macht auch Spaß aber so ganz mag der Funke nicht überspringen und die Auflösung ist leider etwas enttäuschend. Dies macht den ansonsten guten Gesamteindruck etwas zu Nichte. (5/10)

Wild Life
R: Wendy Tilby, Amanda Forbis
Kanada 2011

Unglücklicherweise wurde die Aufführung durch einen kurzen Ausfall des Tons negativ beeinflusst. So rutschte mitten im Film meine Aufmerksamkeit kurz in den Keller, was sehr schade war, denn Wild Life machte bis dahin einen guten Eindruck, brauchte aber nach der technischen Störung etwas um wieder in Fahrt zu kommen. Nichtsdestotrotz schildert Wild Life den so gar nicht romantischen Wilden Westen, den man sonst so vor Augen hat. Und es wird schnell klar, dass mit guter Ausbildung und Erziehung einem nicht unbedingt im Leben weiterhilft. (6/10)

A Morning Stroll
R: Grant Orchard
Großbritannien 2011

Eine herrlich skurrile Reise durch verschieden Zeitepochen, die durch eine kurze Begegnung einen gemeinsamen roten Faden erhält. Auf bewundernswerte Art und Weise fängt A Morning Stroll den aktuellen Zeitgeist ein und wagt einen düsteren Blick in die Zukunft. Diese wird in kürzester Zeit zum einem äußerst unterhaltsamen Zombie Flick. Und der Hauptdarsteller, das Huhn, scheint mühelos alle Schwierigkeiten elegant zu meistern. (8/10)

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