Fantasy Filmfest 2014 – Noch ohne Zombies und Vampire

Zunächst einmal ausgeschlafen und dabei das bisher Gesehene gedanklich verdaut. Nach einem sehr entspannten Vormittag und leider nicht mehr so gutem Wetter war es Zeit den nun ins rollen gebrachten Zug weiter am Laufen zu halten und den Abend mit zwei Filmen auszufüllen.

It Follows
R: David Robert Mitchell
USA 2014

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Inhaltlich liest sich It Follows zunächst wie ein Teenie-Schocker nach Schema F mit dem Hauch Coming-of-age story. Doch schon in den ersten Minuten fällt auf, dass hier stimmungsmäßig weitaus Größeres geboten wird. Dazu tragen mehrere Sachen bei. Zum einen der Synthie-Sound von Disasterpeace, der sich wie ein erdrückender Schleier über das Geschehen legt und das Grauen auch musikalisch fühlbar macht. Hinzu kommt die tolle Auswahl des Cast, der in seiner Qualität an Filme wie The Virgin Suicides und Scenes from the Suburbs erinnert. Auch dort spielen Teenager die Hauptrollen mit stark in den Hintergrund tretende Erwachsene. Umso mehr Zeit nimmt sich der Film für die Jugendlichen und schafft dadurch eine sehr enge Bindung zu den Figuren.
Einen angenehmen Trend schlägt It Follows zudem noch ein. Der Horror kommt hier ganz langsam, schlägt dann aber umso heftiger zu. Unterstützt wird dies dich durch langen Einstellungen und ruhigen Kamerafahrten, welche die Spannung bis ins Unerträgliche steigern. Gäbe es da nicht die zum Glück nur sehr wenigen kleinen Kopfschüttler beim Skript, so wäre dieser Film ein wirklich gelungenes Meisterwerk.
David Robert Mitchell schafft es mit seinem zweiten Kinolfilm auch nach dem Fall des Vorhangs im Kopf des Zuschauers präsent zu sein und das beängstigende Gefühl verfolgt zu werden mit raus auf die Straße zu tragen. Ganz klarer Sehtipp. (8/10)

Cold in July
R: Jim Mickle
USA/Frankreich 2014

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Vordergründig ging es mir bei dem Besuch von Cold in July darum, dass ich Michael C. Hall mal in einer anderen Rolle als den Serienkiller Dexter Morgan aus der TV Serie sehen wollte. Leider wurde ich, was das betrifft, enttäuscht. Vielleicht ist mir die Rolle von Dexter noch zu sehr im Gedächtnis, aber an allen Ecken und Enden habe ich Michael C. Hall, trotz der 80iger Jahre Frisur und dem texanischen Slang, immer wieder in seine alte Rolle schlüpfen sehen.
Allerdings war dies weniger ein Problem in dem Film, da auch hier sein Charakter ähnliche Züge an den tage legte, wie schon Dexter Morgan. Vielmehr störte mich die krasse Zweiteilung des Films. Jeder Teil für sich genommen, hat die Handlung ein stimmiges Bild ergeben, mit allen nötigen Zutaten für einen guten Rachethriller. Doch die 180° Wende von Richard und Russel, nach gut der Hälfte des Films, sind mir wirklich übel aufgestoßen. Es wäre schön gewesen, hätte sich Jim Mickle für das eine oder andere entschieden.
Ansonsten war der Rest soweit in Ordnung und die Figuren, jeder für sich, sehr treffend besetzt. Schön auch mal wieder Don Johnson auf der großen Leinwand zu sehen. (6/10)

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