Bundeswehr

In den Jahren 1998/99 hab ich meine zehn Monate Grundwehrdienst bei der Bundeswehr abgeleistet. Zurück geblieben sind mehr oder weniger starke Eindrücke, die ich in einem Tagebuch festgehalten habe. 304 Tage aus dem typischen oder auch nicht so typischen Alltag bei der Bundeswehr. Ich selbst war in der Lent-Kaserne in Rotenburg an der Wümme eingesetzt.

Dort erledigte ich die Aufgaben eines Fernmelders in der EloKa, der Elektronischen Kampfführung, im 5. FmRgt 320. Neben dem Tagebuch habe ich auch noch die netten kleinen Dinge bei der Bundeswehr in Bildern festgehalten. So sieht man Saufgelage, Putzaktionen und Soldaten in lustigen Verkleidungen oder die typische Stube im typischen Kasernen-Wohnblock.

 

Tagebucheinträge

 

Tag 184

Naja, da bin ich doch wieder später aufgestanden. Und das Frühstück so lala. Am Vormittag waren wir wieder in der Halle um die restlichen Fristen zu erledigen. Nach der NATO-Pause haben wir mit der Systemüberprüfung der DÜ-Trupps begonnen. Dazu sind wir zum Westtor gefahren. Nachdem wir aufgebaut hatten war auch schon Mittag. Am Nachmittag haben wir mit der Verbindungsaufnahme begonnen. Zwischendurch hatten wir noch einen Stellungswechsel. Als wir abgebaut hatten ging es zurück zum Block. Dann sind wir noch mit Uffz Nechwatal ein wenig AMILA gelaufen bevor Dienstschluss war.


Tag 183

So langsam sollte ich es mir abgewöhnen, so spät aufzustehen, denn es ist ziemlich hektisch immer früh morgens. Eigentlich haben wir das Gleiche wie gestern gemacht, Fristenarbeiten und sauber machen. Das Mittagessen dagegen war besser. Am Nachmittag waren wir wieder unten in der Halle. Bis 14.45 Uhr war dann noch Arbeiten angesagt, bevor wir zurück zum Block gegangen sind. Um 15.25 Uhr sind wir noch schnell AMILA gelaufen.


Tag 182 – Der erste Tag als Obergefreiter

Nach dem Frühstück gab es auch gleich eine erfreuliche Nachricht an diesem Montag. Und zwar fahren Hauptmann Peinert und Leutnant Bartsch heute bis Freitag nach Frankenberg. Das heißt, in dieser Woche ist der Ranghöchste ein Stuffz in unserem Zug, da Hfw Meyer immernoch krank ist. Den Vormittag haben wir damit verbracht die monatlichen F1-Fristen an den Kfz durchzuführen. Zum Mittag gab es dann etwas ziemlich widerliches, zum einen Kartoffelsuppe und zum anderen Labskaus, echt abartig. Am Nachmittag sind wir wieder runter zur Halle, um die restlichen Fristen zu erledigen. Bevor wir dann um 16.30 Uhr Dienstschluss hatten, haben wir vorher noch Stuben- und Revierreingen gemacht.


Tag 180 u. 181

Wochenende


Tag 179

Endlich, der letzte Tag in dieser Woche. Nach dem Frühstück hatten wir wie jeden Freitag Sport in der Halle. Fußball natürlich. Als wir im Block zurück waren stand wieder einmal Politische Bildung auf dem Plan, heute mit Uffz Hönisch mit einem Vortrag über die Hessenwahl Anfang dieses Monats. Der Vortag war zwar nicht so doll aber eine weitere Stunde vergangen. Wir sind dann noch alle runter zur Halle im T-Bereich, um die Fahrzeuge zu reinigen und die Halle auf Vordermann zu bringen. Nachdem auch dies erledigt war, ging es runter zum Block und dann hatten wir auch schon Dienstschluss.


Tag 178

Nach den ganzen Anstrengungen der letzten Tage endlich mal wieder ein etwas ruhiger Tag in dieser Woche. Denn heute steht den ganzen Tag lang Waffenreinigen auf dem Dienstplan. Also sind wir gleich nach dem Antreten runter zur Waffenkammer und haben zuerst die G3s empfangen. Nach zwei Stunden Reinigen gab es dann die Panzerfaust und das MG. Vor dem Mittag haben wir die Waffen noch abgegeben und sind dann essen gegangen. Und weil heute Nachmittag die Boßeltour der Uffze ist haben wir nur noch die Stuben und Reviere gereinigt und hatten dann um 15.00 Uhr für heute Dienstschluss.


Tag 177

Heute bin ich sogar schon vor 06.00 Uhr wach geworden. Aufgestanden bin ich allerdings erst um kurz nach sechs. Zum Frühstück kann ich nur eines sagen, seitdem die AGA wieder aus dem Urlaub zurück ist, gibt es natürlich auch keine Cornflakes mehr. Nach dem Antreten sind wir gleich nach dem Waffenempfang in den Luhner-Forst gefahren. Die erste Station war beim Stuffz Dreier auch Smudo genannt. Da haben wir die Sachen mit der Meldung verinnerlicht. Im Anschluss daran hatten wir eine kleine SFOR-Ausbildung, und zwar wie man Kriegsgefangene durchsucht und festnimmt. Nach dem Mittag sind wir wieder rausgefahren. An der dritten Station war die Ausbildung für den Wachposten und für die Streife bei Uffz Hönisch und Uffz Scharfe. Zwischendurch hatte es natürlich, wie die ganze Woche schon, immer wieder mal gehagelt und geschneit. An der letzten Station gab es beim Stuffz Hocke eine Auffrischung der San-Ausbildung. Danach sind wir endlich wieder reingefahren. Bis kurz nach vier haben wir noch die Waffen gereinigt. Um 16.30 Uhr war dann endlich Dienstschluss. Und diese beschissene Woche ist fast zuende.


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