Beiträge mit dem Tag ‘Bothe’

Tag 58

Ich stehe irgendwie von Tag zu Tag immer später auf. Vielleicht liegt es daran, dass ich in der Kompanie ja auch später aufstehen kann als jetzt. Am Vormittag war „Appellmäßiges Waffenreinigen“ angesagt, genauso wie am Nachmittag und das genau bis 16.00 Uhr. Dazwischen gab es sogar noch Mittag. Heute gab es Kartoffelcroissants mit Putenschnitzel und Mischgemüse, eigentlich doch recht lecker. Nach längerem Warten, so ca. eine Stunde am Stück, bin ich dann irgendwann im Laufe des Nachmittags durch die Kontrolle durch gewesen und konnte mein G3, die Standardwaffe eines Sicherungssoldaten, wieder zusammensetzen. Wie gesagt, um 16.30 Uhr war dann auch schon Dienstschluss. Zwischenzeitlich hatte sich aber noch einiges getan. Zuerst ist Heinrich am frühen Vormittag endlich ins BWK (Bundeswehrkrankenhaus) gefahren wurden. Außerdem hat Sattelkau erfahren, dass er nun doch die Grundausbildung mit Nutz zusammen wiederholen muss. Darüber war er natürlich nicht besonders erfreut, vor allem wo er gestern vom Hfw Erbe gesagt bekommen hat, dass er wohl doch erstmal in die 5./320 mit am Freitag umzieht. Aber es kommt, wie man weiß, nie so, wie man denkt. Nach dem Mittag hingen dann auch endlich die Versetzungslisten aus, auf denen draufstand, wer wohin versetzt wird und was man nun endgültig die anderen acht Monate machen wird. Ich werde übrigens in die 5./320 versetzt in den Führungsunterstützungszug, sie heißen Bongo -> Kabelaffe. Trotzdem soll das Leben dort verdammt ruhig und locker ablaufen. Heute gab es übrigens zum Abendbrot leckere Baguettes, man konnte diesmal sogar soviel nehmen, wie man mochte. Alle Hoffnungen beruhen heute eigentlich darauf, dass kein Alarm ist, denn heute besteht dazu die letzte Gelegenheit, in der Grundausbildung. Aber trotzdem auch wieder ein sehr schöner Gedanke daran, dass heute die vorletzte Nacht in diesem Block ist, bevor wir in die Kompanie umziehen und keinen Zapfenstreich mehr haben, wir Bothe nicht mehr haben und alles hoffentlich ruhiger verläuft.


Tag 50

Herrlich, frühmorgens aufstehen und wissen, dass für den kommenden Tag nichts ansteht. Naja, sich waschen und frühstücken muss man ja trotzdem noch. Und nochmal war Waffen reinigen angesagt. Nun sind sie wirklich einigermaßen sauber. Danach hatten wir dann noch eine kleine Waffenkunde an der AV44, auf gut deutsch die gute alte Panzerfaust (genauer Panzerfaust 44mm ‚Lanze‘). Danach ging es zum Essen, leider war es heute recht bescheiden. Bratkartoffeln mit komischen Fleisch. Nach dem Mittag hatten wir dann nochmal eine kleine Auffrischung aller behandelten Themen in unserer Grundausbildung. Anschließend mal wieder Sport in der Laufgruppe A mit unserem HG Bothe. Der hat uns mal wieder richtig gehetzt. Aber naja, Sport ist ja nicht gleich Mord. Am späten Nachmittag waren ich und Sattelkau noch in Bremen. Nach einigen Transportschwierigkeiten sind wir dann doch noch um ca. 21.30 Uhr zurück gewesen.


Tag 45 – Biwak Tag 4 – Rekrutenbesichtigung

Der letzte Tag des vier Tage Biwak und das heißt automatisch Rekrutenbesichtigung. Am Vormittag ging es dann mit voller Erwartung darauf auch endlich los. Die erste Station war Tarnen. Alles so gut wie möglich abtarnen und beim Springen und Laufen darf Nichts klappern. Die zweite Station war bei Zickermann. Dort mussten wir eine Wegeskizze zeichnen und eine Marschkompasszahl aus dem Gelände ermitteln. Die nächste Station war bei unserm HG Bothe. Hier musste man aus einem Gruppennest bei Alarm in die Alarmstellung kriechen und die Lage beobachten. Nach der Entwarnung mussten wir dann noch eine Meldung über die Lage an den Zugführer schreiben. Bei der vierten Station war ein Sani der uns erklärte was wir als Nächstes machen sollen. Auf der Streife haben wir zwei Verletzte angetroffen die versorgt werden mussten und zum nächsten Verwundetennest gebracht wurden. Das war’s hier auch schon.
Die nächste Station war bei Vieth. Hier musste man nur am schnellsten zwei Säcke mit Sand, einen 20-Liter-Kanister und eine Tellermine wieder zurück zum Gruppennest tragen. An der letzten Station war dann nur noch Kinderkram. In 20 Minuten mussten ein Fragebogen der Fahrschule, ein Logiktest gelöst und verschiedene Waffen zusammengesetzt werden. Und das war es dann auch schon mit der Rekrutenbesichtigung. Danach noch schnell Mittag gegessen, die Zelte abgebaut und die Alarmstellungen zugeschaufelt. Und dann endlich zurück zur Kaserne. Kaum angekommen wurden auch schon gleich die Waffen gereinigt und danach war endlich, endlich, endlich Dienstschluss.
Jetzt noch ein kleines Fazit. Das Wetter ging eigentlich noch, zwar hatte es am ersten und dritten Tag heftig geregnet und es war auch immer kalt, aber wir hatten ja noch das Feuer *wärm*
Ach das habe ich noch vergessen. Am zweiten Tag war dieser Nachtorientierungsmarsch und am dritten Abend war noch eine kleine Vorführung. Außerdem hat jemand bei der Sicherheitsüberprüfung leider eine Patrone im Lager übersehen und dann 20cm neben Merchels Ohr abgedrückt, seitdem hat Merchel einen Dauerpiepton im rechten Ohr.
Eigentlich habe ich es mir insgesamt schlimmer vorgestellt, aber es ging dann eigentlich doch noch.


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