Beiträge mit dem Tag ‘Medien’

Internationales Trickfilmfestival Stuttgart 2009 – Tag 2

itfs_0905_002School Presentation 1 – Stuttgart Media University (HdM)

Ein bunter Mix aus allerlei Stilrichtungen, ob Werbe-, Musik- oder klassischer Kurzfilm. Besonders hervorgestochen ist eigentlich nur ein Film, der Floh. Lag vielleicht auch daran, dass dies ein Kurzfilm ohne jegliche SFX war. Bis auf die Verwendung von neuesten digitalen Filmkameras war hier altbewährte Filmtechnik zu sehen. Die anderen Beiträge waren zumindest technisch solide produziert.

International Competition 1

Gestern ja nur im Stehen und mit zahlreichen ungewollten Gegenständen in der Blicklinie nur halb verfolgen können. Deshalb ging es heute Vormittag nochmal in die Wiederholung. Der Saal war bei Weitem nicht so voll wie gestern und optimale Sehvoraussetzungen gewährleistet.

This way up: Typisch britisch, schwarzer Humor vom Feinsten. Sehr schöne 3D-Animationen mit witzigen Ideen.

Muto: Schon vor einiger Zeit bei Vimeo gesehen. Gefällt jedes Mal aufs neue.

Bankenkrise: Lief im letzten Jahr bei extra3, habe ich dort bereits gesehen. Thematisch aktuell und herrlich sarkastisch umgesetzt. Ansonsten eher nur Durchschnitt.

Mei Ling: Sehr schöner Kurzfilm, der etwas ruhigeren Gangart. Besonders gefallen hat mir die Verwendung von Realaufnahmen mit den Computeranimationen.

Orgesticulanismus: Thematisch fand ich ihn nicht so interessant. Dafür konnte er technisch auf ganzer Linie überzeugen.

Styx: Böser schwarzer Humor und das aus Deutschland. Hat mir gefallen und gewährte mal ganz andere Einblicke in die Hölle.

Lögner: Stilistisch sehr interessant. Thematisch recht abwechslungsreich. Konnte mich aber nicht komplett überzeugen.

Retouches: Erinnerte mich an die Sandmalerei. Hätte ruhig länger sein dürfen.

KJFG No. 5: Das Highlight in der Reihe. Simple Animation mit sehr witziger Handlung.

AniMovie 1 – Summerdays with Coo

Der erste Langfilm und dann gleich richtig, 138 Minuten japanischer Anime. Summerdays with Coo hat allerdings so einige Längen. Die wenigen Höhepunkte sind zwar gut über die knapp 140 Minuten verteilt, doch stellenweise fühlt sich Summerdays with Coo träge an und scheint nicht auf den Punkt kommen zu wollen. Als reinen Kinderfilm, ab 6 Jahren freigegeben, würde ich diesen auch nicht bezeichnen wollen. Stellenweise war der Humor schon sehr merkwürdig. Für Erwachsene zu kindisch und für Kinder einfach zu oft noch unverständlich. Ein Kind (so um die 8 Jahre) im Kinosaal fragte des Öfteren seine Mutter, wieso die Figuren denn nun so oder so reagieren. Diese Aufgabe sollte eigentlich der Film übernehmen. An Inhalt und Botschaft fehlte es dem Film freilich nicht, nur hatte dieser stark damit zu kämpfen, dieses auch in angemessener Art und Weise dem Zuschauer zu vermitteln. Dafür glänzte Summerdays with Coo mit wunderbar gezeichneten Bildern im klassischen Zeichenstil. Detaillierte Hintergründe, schöne Charaktere und ein passender Score. Dem Film hätte aber weniger Laufzeit deutlich besser getan. Ansonsten war es trotz allem ein schöner Kinderfilm. Mehr leider auch nicht.

ps: besonders außergewöhnlich war auch die Präsentation des Films. Und zwar wurde dieser in O-Ton auf Japanisch mit englischen Untertiteln und deutschem Live-Dolmetscher gezeigt. Dies war ziemlich verwirrend und nicht sehr förderlich zur Verständlichkeit der Handlung. Besonders grotesk waren dann aber einige Stellen, in denen der Dolmetscher in bayrischem Akzent die japanische Landbevölkerung synchronisierte. Aber witzig war es zumindest.

AniMovie 2 – Igor

Schon in die ersten Minuten geht es voll zur Sache. Schnell ist Igors Welt erklärt und die Charaktere eingeführt. Mit schwarzen Humor wird nicht gespart und allerlei Merkwürdigkeiten finden sich in dem skurrilen 3D-Universum. Am Ende gibt es noch einen kleinen Twist im Handlungsstrang, der die ansonsten doch recht absehbare Story etwas auflockert. Den Film über wird man gut unterhalten, Längen entstehen keine. Mit Volldampf geht es quasi über die kompletten 90 Minuten.

Die Animationen bewegen sich auf einem hohen Niveau. Kein Pixar, aber Kost wie man sie von Dreamworks und Co. gewohnt ist. Besonders viel Spaß hat man wohl beim Design von Igors Welt gehabt. Alles wirkt sehr verschroben, typischer Comicstil, aller halt etwas überzeichnet. Etwas vermisst habe ich die kleinen witzigen Details am Rande. Da war es dann doch etwas zu glatt gebügelt. Insgesamt ein schöner Film für eine gepflegte Abendunterhaltung.

Panorama 2

Leider die erste Vorstellung verpasst und leider gerade deswegen, weil mir die zweite besonders gut gefallen hat. Hier laufen dioe etwas außergewöhnlichen Filme. Im Grundtenor ernster, feiner ausgearbeitet und teils auch experimenteller. Bis auf den Marathonlauf haben mir auch alle Filme gut gefallen. Hier die Auflistung der gezeigten Beiträge:

Chytte Ho!: Schöne Holzschnitz-Stop-Motion mit viel Liebe zum Detail. Auch die Story ist sehr abwechslungsreich. Hat mir gefallen.

L’Homme est seul oiseau qui porte sa cage: Sehr genialer Kurzfilm, sowohl was Zeichenstil als auch Story betrifft. Da muss unbedingt nochmal eine Zweitsichtung her. Empfehlung!

Vaihdokas: Ziemlich depressiv und hat mir teilweise Angst gemacht, wohin sich denn der Film entwickeln wird. Stellenweise harter Tobak.

Marathon: Eher Durchschnitt. Nichts Weltbewegendes, weder von technischer, noch von erzählerischer Seite.

S.I.T.E.: Geheimnisvoll. Effektiver Einsatz von SFX. Der Fernsehreportage-Stil ließ die Szenerie realer wirken.

Hot Seat: Wieder sehr minimalistisch gezeichnet, dafür umso lustiger. Gut gelacht.

Tanhaai: Beeindruckende Kulisse, sauber animiert, hat mich überzeugt.

El Empleo: Sehr guter Zeichentrick. Einfacher Zeichenstil mit schönen Animationen. Besonders die Story hat mir gefallen. Äußerst interessanter Blick auf die Tätigkeit eines Arbeiters.


Reaktionen auf den Amoklauf in Winnenden

Die Links führen zu den kompletten Texten:

ein Spieler: dreisechzig.net » Blog Archive » Reamokläufe

… Samstag juckte es schon sehr gewaltig in den Fingern, als gerade Spiegel Online anfing, die Berichterstattung auf sehr absurde Weise zu verzerren und damit meine Meinung zum Spiegel Online doch sehr erschütterte (gleich dazu mehr). Trotzdem habe ich nichts geschrieben. Aber als ich gerade auf Heise.de lesen mußte, daß die Stadt Stuttgart tatsächlich das nächste “Intel Friday Night Game” untersagen/verbieten lassen will, weil da Counterstrike gespielt wird, muß ich jetzt ein Sicherheitsventil öffnen und Druck ablassen. Also, schön chronologisch …

Boris Schneider-Johne

eine Mutter: direktzu.de > Ursula von der Leyen

… Ich finde sie als Politikerin tragen die Verantwortung Gewaltverherrlichende Filme, Spiele und was es auch immer noch geben mag abzuschaffen, das solche Dinge erst gar nicht mehr produziert werden dürfen, dieses sollte aber nicht nur für Deutschland oder Europa gelten nein für die ganze Welt .Ich sehe die Gefahr darinnen, wenn man sich solche Sachen anschaut nur dazu animiert wird und erst recht in Gruppen das was man gesehen hat noch mehr übertrumpfen zu wollen und somit entwickeln sich solche Dinge- nein solche schrecklichen Ereignisse. Sie sind Mutter? Kennen sie das Gefühl MACHTLOS solchen Ereignissen gegenüber zu stehen? …

Hildegard Gliscinski

die Medien: bekay de unsystematischer medienBlog – Fernsehgeschichte!

https://www.youtube.com/watch?v=GQD6zedOcrI

Joachim Kersten bei n-tv


Mediales Resümee der G8 Ausschreitungen

006hyta1Mit Sicherheit waren es keine schönen Bilder die am Rande der Großkundgebung in Rostock am 2. Juni im Fernsehen, in den Zeitungen und im Internet zu sehen waren. Aber wie eine wild gewordene Meute hetzten die Medienleute jeder „hilfreichen“ Meldung hinterher, um ein Bild der schieren Gewalt in Rostocks Straßen und wenig später vor dem Zaun in Heiligendamm zu schaffen. Dabei wurden allerdings offensichtlich schwerwiegende Fehler in der Überprüfung der Fakten begangen. Durch die zahlreichen Falschmeldungen ist mit Sicherheit keinem der Beteiligten geholfen, weder den friedlichen Demonstranten, noch der Polizei. Einzig der Bundesinnenminister wird sich am Abend des 2. Juni freudig die Hände gerieben haben. Eine kleine aber feine Zusammenfassung dieser medialen „Ausrutscher“ gibt der Spiegelfechter in seinem Beitrag MedienGAU Rostock und verbleibt mit der Frage: Wer überwacht die Wächter?


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