Berlinale – Auftakt mit Michael Haneke und Fritz Lang

berlin_1002_001Die Anreise mit der Bahn hat ausnahmsweise gut geklappt, so dass ich pünktlich zur Mittagszeit in Berlin war. Der erste Gang war direkt an die Kinokasse vom Cinemaxx, in dem am Nachmittag „David Wants To Fly“ laufen sollte und ich im Vorkauf keine Karten für diesen Film ergattert hatte. Doch leider war nichts mehr zu haben und so startete ich meine Alternativprogramm. Da in den Kinos noch „Das weiße Band“ von Michael Haneke lief, war nach dem Einchecken in meine Unterkunft, stand der Gang in die Hakeschen Höfe an. 140 sehr interessante Minuten Schwarz-Weiß-Films später – dem ich im übrigen noch öfter bei der Berlinale begegnen sollte – stand für mich fest, dass ein Haneke auch mit fortschreitendem Alter nicht erträglicher wird. Aber das find ich gut so, denn schlecht sind seine Filme keineswegs.

Nach einem indischen Abendessen folgte dann das erste Highlight des Wochenendes, die Wiederaufführung der fast kompletten Fassung von Metropolis aus dem Jahre 1927. Die 2001er Version kannte ich schon. Aber hier sollten nun knapp 30 Minuten Material aus einer in Argentinien gefundenen Filmkopie wieder dem Publikum präsentiert werden. Dazu spielte live das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin im Friedrichstadtpalast. Trotz dieser hervorragenden Aufführungen trübten einige Sachen den Abend. Zum einen hatte ich einen sehr suboptimalen Sitzplatz. Viel zu weit am Rand, mit Fußraum, der dem der Economy Class in einer Boing 747 glich und einer Polsterung die keine war. Recht unbequem sitzend war zudem auch der Saal nicht komplett abgedunkelt. Ob dies jetzt für das Orchester oder für die Fernsehübertragung unbedingt nötig war weiß ich nicht, aber es störte zumindest. Der Film selber war dann allerdings Spitzenklasse. Das Bild wirkte von der 2001er Fassung sehr sauber und völlig anders als auf der Mattscheibe. Negativ hingegen waren dagegen die aktuell restaurierten Sequenzen aus der argentinischen Kopie. Sie wirkten zumindest optisch sehr störend, brachten auf der anderen Seite aber so einiges in Inhalt wieder auf die Leinwand. Da meine HD-Aufnahme hoffentlich geglückt ist, weide ich mir die Fassung aber nochmal in den eigenen vier Wänden anschauen. Was aber wirklich einmalig bei dieser Aufführung – um jetzt auch mal was Positives zu erzählen – das war die Livebegleitung des Orchesters. Es wurde wieder die ursprüngliche Begleitmusik aus dem Jahre 1927 verwendet. Und dann wenige Meter vor einem tollen Orchester zu sitzen macht einfach Spaß und ist durch nichts anderes zu ersetzen. Schon allein das war den Besuch im Friedrichstadtpalast wert. Danach fuhr ich todmüde in meine Domizil zurück, denn morgen sollte es mit vier Vorstellungen ein langer Kinotag werden.

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