ITFS 2012 – Rahmenprogramm Panorama 1

Weiter ging es im Abendprogramm mit dem Panorama 1. Eine Abteilung, die ich immer gern besuche, da hier einfach der Querschnitt der gezeigten Animationsfilme sehr breit ist und manchmal die ein oder andere Entdeckung gemacht werden kann.

How To Raise The Moon
R: Anja Struck
Deutschland, Dänemark 2011

Optisch reizvoller Experimentalfilm mit einer sehr poetischen Handlung. Technisch ist das ganze beinahe perfekt umgesetzt. Einzig die Figur der schlafenden Frau wirkte manchmal etwas befremdlich im Gesamtensemble, welches ansonsten im Schwarz-Weiß-Look sehr stimmig wirkte. (7/10)

Pl.ink!
R: Anne Kristin Berge
Norwegen 2010

Spaßige Angelegenheit. Kurzer dafür aber wilder Ritt durch eine knallbunte Aquarellwelt. Hätte ruhig etwas länger sein dürfen, war aber auch so ausreichend lang um am Ende eine kleine aber feine Botschaft zu vermitteln. (6/10)

Blanche Fraise
R: Frédérick Tremblay
Kanada 2010

Die Kulisse hätte aus einem David Lynch Film stammen können. In einer Art Kammerspiel wird das dramatische und äußerst traurige Leben einer Hasenfamilie gezeigt. Qualvoll geht es dem Ende entgegen, ohne einen Funken Hoffnung. Unterlegt wird es durch das Fehlen von Farbe, unheimlich verstörende Geräusche und einen zerstörten Aussehen der Figuren. Deprimierend und anstrengend aber dennoch äußerst bewegend. (8/10)

Warmes Wasser aus der Wand
R: Hendrick Niefeld
Deutschland 2011

Lange braucht es nicht und sowohl Inhalt und Bilder kommen mir bekannt vor. Es sind die Erinnerungen aus der DDR. Vieles schießt einem wieder durch den Kopf, sowohl Gutes als auch Schlechtes. Und obwohl es noch nicht lange her ist, sind doch bereits jetzt viele Erinnerungen verblichen oder weichen langsam aber sicher auf. Dem wirkt dieser Film ein klein wenig entgegen und das ist gut so. (6/10)

Demag
R: Joo sung-Hyun, Kwon Yong-Jin, Song Hee-Seung
Südkorea 2010

Optisch durchaus imposant. Inhaltlich für mich etwas zu abstrakt. Dadurch wirkt der Film auch etwas zu lang, zudem bin ich nicht ganz zufrieden mit der Verknüpfung aus Animation und Realfilm. Zu hart ist hier der Kontrast und beide Bilderwelten wollen nicht gut miteinander verschmelzen. (5/10)

Squirrel And The Penguin
R: Jens Blank, Anna Benner
Großbritannien 2011

Inhaltlich eine gute Idee, optisch aber weniger gut präsentiert und auch die Sprecher wirken leicht gelangweilt, so wie dann auch der Rest des Films. Grundidee gut, Umsetzung mangelhaft. (4/10)

Lucky Day Forever
R: Alek Wasilweski
Polen 2011

Hier gibt es kaum was auszusetzen. Der Stil gefällt mir mit dieser Mischung aus dreckig und ultrasauber. Die Story ist, obwohl diese in einer utopischen Welt zu spielen scheint, ziemlich nah an der Realität. So sind die Probleme der Protagonisten recht allgemein und dadurch auch immer aktuell. Trotz der knapp 16 Minuten Spieldauer ist Lucky Day Forever nie langweilig. Bis zum Schluss legt der Film ein enormes Tempo an den Tag und kann es bis zum Schluss auch ganz bequem halten. Ich glaub, das war dann auch das Highlight des heutigen Abends, eine große Empfehlung meinerseits. (8/10)

Plume
R: Barry Purves
Frankreich 2011

Zu Beginn bereits ein großes arte Logo und ich freue mich schon auf was Schönes. Ganz tritt es leider nicht ein. Zwar mag Plume optisch überzeugen und sowohl die Engelsfigur als auch die kleinen dämonischen Monster sind sehr effektvoll in Szene gesetzt. Aber so ganz mag der Funken nicht überspringen. Der Angriff, der zwar sehr emotional und bewegend ist, zieht sich unnötig in die Länge und das Ende birgt nur eine wage Auflösung, die im Gegensatz zu den vorherigen Bildern auch nicht mehr diesen Glanz versprüht, der den Film ansonsten hätte besser dastehen lassen. (6/10)

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