Berlinale 2011: Es geht wieder los

Da ich in den vergangenen Monaten nicht wirklich oft die Gelegenheit hatte ins Kino zu gehen und die Berlinale zeitlich für mich sehr günstig liegt, werde ich in der kommenden Woche dem Festival einen ausgedehnten Besuch abstatten. Ein Großteil der Tickets ist bereits reserviert und eine Unterkunft für die nächsten Tage organisiert. Das Wetter ist ja mittlerweile auch wieder typisch für die Berlinale – nass und kalt. Morgen früh geht es los und ich werde versuchen möglichst zeitnah ein paar Eindrücke von den gesichteten Filmen zu twittern und später dann auch ausführlich an dieser Stelle nieder zu schreiben. Das könnte allerdings etwas dauern.

Hier schonmal ein kleiner Ausblick auf den morgigen Tag. Volles Programm erwartet mich mit Cave Of Forgotten Dreams (3D) von Werner Herzog, Life In A Day (YouTube Film), der kanadische En terrains connus | Familiar Grounds von Stéphane Lafleur und Pina (3D) von Wim Wenders. Und schon am ersten Tag werden gleich zwei Filme in 3D präsentiert. Da bin ich ja mal gespannt. Konnte mich die Technik in der Vergangenheit doch so gut wir gar nicht überzeugen.


SubZane YouTube Plugin – Thumbnails

Bei mir läuft schon seit einiger Zeit sehr zufriedenstellend das SubZane YouTube Plugin als Widget. Allerdings trat vor einigen Tagen ein Problem mit dem Thumbnails auf. Diese waren auf einmal nicht mehr 120px sondern 480px breit. Also erstmal das Plugin deaktiviert und auf Fehlersuche gegangen. Da das Plugin auf den RSS Feed von Youtube zurückgreift, musste sich also dort was geändert haben. Und zwar hat sich mit dem bisherigen Abruf die Darstellungsgröße der Videothumbnails verändert. Mit einem kleinen Parameter in der URL kann dieses Verhalten aber geändert werden. Dazu muss ein &v=2 eingefügt werden. Das ganze findet sich im Quellcode des Plugins in der Datei subzane_youtube_plugin.php:

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if ($type=='user') {
	$url = 'http://gdata.youtube.com/feeds/api/videos?author='.$url.$num_param.'&orderby='.$sortorder.'&v=2';
} else if ($type=='favorites') {
	$url = 'http://gdata.youtube.com/feeds/api/users/'.$url.'/favorites?v=2'.$num_param.'&orderby='.$sortorder;
} else if ($type=='playlist') {
	$url = 'http://gdata.youtube.com/feeds/api/playlists/'.$url.'?v=2'.$num_param;
} else {
	$url = 'http://gdata.youtube.com/feeds/api/videos?q='.$url.'&orderby='.$sortorder.$num_param.'&v=2';
}

Für meine Zwecke hat es gereicht beim $type==’user‘ das &v=2 an die URL anzufügen. Komischerweise war dies bei den anderen Aufrufen schon vorhanden. Der Autor des Plugins ist schon kontaktiert und wahrscheinlich wird es dann auch bald eine aktualisierte Fassung geben hat es bereits aktualisiert.


Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch

http://www.youtube.com/watch?v=LHc4xxYjlRw


Ich bin dann mal weg – Ab in den Süden


Christoph Schlingensief ist tot

Eine Nachricht, die ich gar nicht gerne lese. Im Alter von nur 49 Jahren ist Schlingensief nun doch seinem Krebsleiden erlegen. Damit hat ein ganz ganz Großer die Bühne des Lebens verlassen. R.I.P.


Berlinale – Schöner Abschluss mit Christoph Schlingensief

berlin_1002_013Der dritte und letzte Tag der diesjährigen Berlinale für mich. Begonnen hat dieser mit dem wunderschönen „Alamar“ von Pedro González-Rubio. Wie schon in Yuznas „Open“ waren hier Laiendarsteller die Hauptakteure. Allerdings war ein Großteil der knapp 70 Minuten mehr Dokumentation als Film. Und so wirkte Alamar von Anfang an ganz und gar authentisch. Etwas Negatives fiel mir bei der Vorstellungen allerdings auch auf. Dies betraf aber nicht den Film direkt sondern den anwesenden Synchronsprecher. Da der Film in der Kategorie Generation Kplus lief und so jede Menge kleine Kinder im Publikum saßen, war eine Live Synchronisation sicherlich schön für die Kinder, störte mich allerdings. Zumal auch hier Untertitel eingeblendet waren, wie schon im letzten Jahr beim Internationalen Trickfilmfestival in Stuttgart. Und just der gleiche Sprecher war dieses Mal auch in Berlin anwesend. So klein kann die Welt sein, erstaunlich.

Um die Zeit bis zum nächsten Film zu überbrücken, schaute in der Deutschen Kinemathek vorbei, wo gerade die Sonderausstellung „The Complete Metropolis“ zu besuchen war. Hier fanden sich sehr viele Setphotos, Designskizzen, Requisiten und technisches Equipment aus der damaligen Produktion in den Babelsberger Filmstudios wieder. Dabei wurde nochmal so richtig der Aufwand dieser Filmproduktion sichtbar. Zu schade, dass damals die Kameratechnik noch nicht so fortgeschritten war. So gingen viele Details aus dem Setbau in der vergleichbar schlechten Qualität des Filmmaterials unter. Im einem Hinterzimmer lief noch eine Dokumentation, die wohl auch im Fernsehen auf arte lief und ich hoffentlich auch aufgenommen zu Hause vorfinde.

Programmpunkt Nummer 3 war dann die von mir sehnlichst erwartete Vorführung des Films „L´Inferno“, der von Christoph Schlingensief gezeigt und kommentiert werden sollte. Da ich überhaupt nicht wusste, was mich da erwarten würde, und bei Christoph Schlingensief weiß man das ja sowieso nie so genau, war ich besonders auf das Kommende gespannt. Leider begann die Vorstellungen mit knapp 40 Minuten Verspätung, was sich noch rächen sollte, dazu aber später mehr. Es folgten erstmal sehr bewegende 90 Minuten, in denen Christoph Schlingensief sich nicht nur zum Stummfilm äußerte, der wohl sowieso nur Mittel zum Zweck war, sondern auch sehr persönliche Erlebnisse aus jüngster Vergangenheit, die seine Krebserkrankung betrafen, schilderte und diese ihn zutiefst bewegten. Dabei wirkte nicht nur die Montage des Stummfilms mit anderer, von Christoph ausgewählter, Musik, Filmausschnitten aus Apocalypse Now, der Exorzist oder auch die Lustige Welt der Tiere zum großen Teil improvisiert, sondern auch die Kommentare und Meinungen von Christoph. Ein mehr als würdiger Abschluss der Berlinale. Den letzten, ansich geplanten und schon mit einem Ticket bezahlten, Film „Red Hill“ konnte ich leider nicht mehr sehen, da ja wie erwähnt die vorherige Vorstellung 40 Minuten später als geplant begonnen hatte und somit auch das Ende dementsprechend nach hinten rutschte. Mit einer guten Viertelstunde Verspätung stand ich dann am Zoo Palast vor verschlossenen Türen und wurde auch nicht rein gelassen.So musste ich unverrichteter Dinge abziehen und die Berlinale vorzeitig beenden.

Insgesamt hat sich auch dieses Jahr der Ausflug auf die Berlinale gelohnt. Mal abgesehen von der bescheidenen Unterkunft und dem verpassten Film am letzten Tag, erfüllte ein Großteil der gesehen Filme meine Erwartungen oder übertraf diese.


Berlinale – Ausflug in den Yemen, nach Indien und die USA

berlin_1002_010Nach einem ausgedehnten Frühstück steht der erste Termin im Delphi mit der Dokumentation „The Oath“ an. Gerappelt voll konnte ich im oberen Rang noch einen guten Platz ergattern und dann ging es auch schon los. Knappe 90 Minuten später hatte man einen unerwartet detaillierten Bericht über Guantanamo auf Kuba und einem Ex-Bodyguard von Osama Bin Laden erhalten. Eine sehr gelungene Dokumentation, einer engagierten amerikanischen Filmemacherin.

Es folgte „Road, Movie“ ein indischer Beitrag. Trotz einer sehr schönen Geschichte und tollen Bildern, vermochte mich der Film aus mehrerlei Gründen nicht ganz mitzureißen. Zwischenzeitlich war der Film für mich zu ziellos. Mir schien, als wolle man die schönen der Landschaftsbilder – die unbestritten wirklich wunderbar waren – ihrer Selbstwillen im Film unterbringen ohne dabei wirklich die Geschichte voran zu treiben. Ein weiteres Manko waren die teils unzureichend gezeichneten Charaktere. Eventuell hätte hier geholfen, den Film auf die sonst übliche Bollywood-Länge mit mehr als zwei Stunden Laufzeit zu strecken. Und dann waren du noch die schnellen Wechsel von Ernsthaftigkeit und Komödie. Besonders störend empfand ich dies bei der Szene in der Polizeistation. In der einen Sekunden ein halb tot geprügeltes Verhörungsopfer und in der darauf folgenden Sekunde wechselt die Stimmung ins Komödiantische. Solche Szenen gab es mehrere und mich erschließt bis jetzt nicht deren Sinn. Was mich aber am meisten störte, war der Schluss des Films. Die Aussage wie „Schuster bleiben bei deinen Leisten“ läuft der kompletten Handlung des Film zu wider. Offenbarte doch gerade das Ausbrechen aus den verfestigten Lebensstrukturen zwar teils gefährliche aber dennoch positiven Abenteuer. So bleibt trotz einiger wirklich bezaubernden Momenten ein fahler Beigeschmack.

Mit fortschreitendem Abend wurden nun auch die Filme ernster. Im Kino International lief „Howl“ von Rob Epstein und Jeffrey Friedman. Darin wurde nicht nur das Gedicht Howl präsentiert, sondern dieses auch mit Zeichnungen und Animationen illustriert und zudem noch der in den 50er Jahren geführte Prozess gegen den Verleger des Gedichts protokolliert. Dies und die ausgezeichnete Darstellung des Dichters Allen Ginsberg durch James Franco machte den Film zu einem unvergesslichen, mitreißenden und ergreifenden Erlebnis.

Zum Abschluss des Abends folgten zunächst zwei Kurzfilme von James Franco, der mittlerweile nicht mehr nur vor der Kamera zu finden ist. „Herbert White“ war merkwürdig, ohne dabei jetzt weiter ausholen zu können. Unfertig wirkte das Ganze. Einen etwas besseren aber nicht viel klareren Eindruck machte „The Feast Of Stephen“. Beide Filme würden von mir jetzt allerdings keine ausdrückliche Empfehlung bekommen. Im Anschluss lief „Open“ von Jake Yuzna – wohl ein Neffe des bekannteren Horrorregisseurs Brian Yuzna. Hierbei traten Laiendarsteller auf, die eine gehörige Portion Authentizität mit ins Spiel brachten. Denn hier ging es um die Weiterentwicklung der menschlichen Sexualität. Ein sehr interessanter, wenn auch bizarrer Blick in die Welt von Transexualismus und Pandrogynie.


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